Regionalfenster – kein Zeichen für Qualität

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will es unbedingt – das „Regionalfenster“. Es soll der Kundschaft erklären, woher denn bitte das gekaufte Produkt stammt. Ausprobiert wird es unter anderem in Forsbach und im Kölner Raum bei REWE. Doch aufgepasst: Dieses Zeichen sagt wirklich nur etwas über die Herkunft aus, nichts über die Qualität.

Wie also die Tiere, deren Fleisch so angeboten wird, leben und gefüttert werden, weiß die Kundschaft nicht. Und arbeitet der Gemüsebauer nach den gesetzlichen Vorschriften oder verzichtet er vielleicht sogar mehr oder weniger auf Pestizide? Das ist für das Regionalfenster nicht wichtig. Fazit – eine wirkliche Orientierung ist es für die Kundschaft nicht, eher eine Werbemöglichkeit für die Großen der Branche. Denn das Regionalfenster darf jedes regional erzeugte Produkt Deutschlands tragen. Und regional, das heißt in der Definition für das Regionalfenster: Deutschland minus einen Landkreis – also zum Beispiel Deutschland ohne Berlin.

 

Kritische Stimmen finden Sie hier: http://www.journalexpert.de/ist-das-regionalfenster-geaignert-1931

Und eine interessante Zusammenfassung hier: http://www2.evangelisch.de/themen/wirtschaft/heimat-im-angebot-kritik-am-regional-siegel-f%C3%BCr-lebensmittel58006

Kontinuierliche Informationen zur Regionalvermarktung: http://www.regionalbewegung.de/

 

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